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» zur Homepage von Thomas Maurer
| "Àodìlì"
Österreichischer Kabarettpreis 2009 für Thomas Maurers Programm "Àodìlì".
Ein Mühlviertler philosophiert in China über Österreich ...
So geht's dahin, in der Globalisierung.
Auf der einen Seite importieren wir italienische Anzüge, amerikanische Computer und schweizer Markenuhren aus China. Auf der anderen Seite wird natürlich auch von Österreich nach China exportiert.
Der Gschwandtner Sigi zum Beispiel. Der war dort jetzt lang für seine Firma drunten.
Super verdient soll er haben, heißt's. Und erlebt sicher auch allerhand. Das wär schon interessant, was der so zu erzählen hat. So vom Billiglohn und der Umwelt und ob die wirklich Hund essen dort.
Weil, das ist ja schon eine ganz eine andere Welt, wahrscheinlich.
special appearance: Joey Chen
Regie: Petra Dobetsberger
Musik: Wolfgang Tockner
PRESSESTIMMEN:
DER STANDARD, Thomas Trenkler 12.3.2009
Gigant der Gelassenheit als Globalitätsgewinnler Thomas Maurer brilliert als oberösterreichischer Schmalspuringenieur in seinem Kammerspiel "Aodili" Linz -
Egal, ob er die Idee für Aodili erst seit den Olympischen Spielen 2008 in Peking oder, wie Thomas Maurer behauptet, schon viel länger hatte: Mit der Österreich-Version von Lost in Translation trifft der Kolumnist, Schauspieler und Kabarettist wieder einmal - nach dem Einpersonenstück "Die neue Selbständigkeit" - den Nerv der Zeit. Maurers Analyse der Regionalisierung als Reaktion auf die Globalisierung zu Beginn der Finanzkrise hatte nicht ohne Grund im Posthof von Linz Premiere:
Antiheld des nach aristotelischen Gesetzen brillant gebauten Kammerspiels ist ein Schmalspuringenieur, der im Mühlviertel lebt und nicht, wie sein Sohn, "auf Pro7" und daher trotzig im g'scherten Dialekt bellt. So auch am Airport von Peking, der mit einer Viererreihe Plastiksitze und einem ebenfalls orangen Mülleimer praktikabel symbolisiert ist: Sigi Gschwandtner berichtet seiner Frau am Handy, dass die Chinesen ihn nicht ausreisen lassen wollen, weil er gar nicht mehr da sei.
Einem Mann in Uniform, dessen Sprache man nicht spricht, begreiflich zu machen, dass man doch da ist: Das ist nicht so leicht. Der "Gastarbeiter" aus Aodili (wie Österreich auf Chinesisch heißt), der für einen derart komplexen Konzern tätig ist, dass die Mitarbeiter gar nicht wissen, ob die Tochtergesellschaft an die Konkurrenz verkauft oder mit dieser fusioniert wurde, hat dennoch die Gemütsruhe weg: "Wenn du es eilig hast, gehe langsam" , sagen die Chinesen. Und er als Oberösterreicher sei "ein Gigant der Gelassenheit". Gschwandtner wird im Dialog mit sich selbst beziehungsweise mit einem Chinesen (Joey Chen), der immer nur "Sorry, no English" sagt, zur Erkenntnis gelangen, dass die Lebensweisheiten da wie dort die gleichen sind.
Die zentrale lautet, auch wenn Gschwandtners Opa - ein Wirt, der sein großes Geschäft mit dem KZ-Mauthausen-Tourismus machte ("das hat er den Nazis zu verdanken" ) - es etwas anders formulierte: "Erst kommt das Fressen, dann kommt die Moral." Für den nur auf seinen eigenen Vorteil bedachten Alltagsfaschisten des 21. Jahrhunderts bedeutet die Weisheit von Bertolt Brecht: Humanitäre Bedenken zu negieren und aus China einen Container mit USB-Sticks zu exportieren. In einem Arbeitslager hergestellt, waren sie nämlich äußerst preiswert. Schließlich zählt das Wohl der Familie: Gschwandtner kaufte mit seinem Schwager einen Hof mit 40 Hektar Grund in entrischer Lage. Dieser sei - im Gegensatz zu Aktien - eine Altersvorsorge mit Hand und Fuß. Nun sei er, abseits vom Schuss, autark.
Auch wenn es für Gschwandtner darum geht, die Zeit totzuschlagen: Aodili (Regie: Petra Dobetsberger) ist keine Sekunde fad. Ganz im Gegenteil: Maurer garniert den Seelenstriptease mit witzigen Anekdoten aus China. Da bleibt kaum Zeit, die Brutalität, die Bösartigkeit des Stücks zu realisieren.
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| Termine |
16.10.2010 Beginn: 20:00 EGGERDING, Brambergersaal
"Àodìlì"
Österreichischer Kabarettpreis 2009 für Thomas Maurers Programm "Àodìlì".
Ein Mühlviertler philosophiert in China über Österreich ...
so geht's dahin, in der Globalisierung.
Karten: http://www.eggerding.at
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| 19.10.2010 Beginn: 20:00 WIEN, Stadttheater Walfischgasse
"Àodìlì"
Österreichischer Kabarettpreis 2009 für Thomas Maurers Programm "Àodìlì".
Ein Mühlviertler philosophiert in China über Österreich ...
so geht's dahin, in der Globalisierung.
Karten: http://www.stadttheater.org
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| 12.11.2010 Beginn: 20:00 WIEN, Stadttheater Walfischgasse
"Àodìlì"
Österreichischer Kabarettpreis 2009 für Thomas Maurers Programm "Àodìlì".
Ein Mühlviertler philosophiert in China über Österreich ...
so geht's dahin, in der Globalisierung.
Karten: http://www.stadttheater.org
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